Chancen der Mischnutzung
Der Gewerbeanteil – etwa Einzelhandel oder Büro im Erdgeschoss – erzielt häufig höhere Quadratmetermieten und ermöglicht Indexmietverträge, die an die Inflation gekoppelt sind. Das hebt die Gesamtrendite, während der Wohnanteil für Grundauslastung und Stabilität sorgt.
Gewerbemietverträge richtig lesen
Gewerbemietrecht ist deutlich flexibler als Wohnraummietrecht: Laufzeit, Optionsrechte, Indexierung, Konkurrenzschutz und Instandhaltungsklauseln sind frei verhandelbar. Prüfen Sie Restlaufzeiten, Bonität der Mieter und Nachvermietungsrisiko besonders sorgfältig.
Bewertung bei gemischter Nutzung
Wohn- und Gewerbeflächen werden im Ertragswertverfahren mit unterschiedlichen Vervielfältigern und Bewirtschaftungskosten angesetzt. Ein hoher Gewerbeanteil steigert die Rendite, erhöht aber Leerstands- und Konjunkturrisiko – das schlägt sich im Faktor nieder.
Standort und Nachvermietung prüfen
Der Erfolg gewerblicher Flächen steht und fällt mit Passantenfrequenz, Sichtbarkeit und lokaler Kaufkraft. Bewerten Sie Standortfaktoren und Nachvermietungschancen, bevor Sie den Kaufpreisfaktor akzeptieren.
Häufige Fragen
Ist ein Wohn- und Geschäftshaus riskanter als ein reines Zinshaus?
Der Gewerbeanteil bringt höhere Erträge, aber auch höhere Leerstands- und Konjunkturrisiken sowie ein größeres Nachvermietungsrisiko. Ein moderater Gewerbeanteil in guter Lage gilt als ausgewogen.
Was ist eine Indexmiete?
Bei Indexmietverträgen – im Gewerbe üblich – ist die Miete an den Verbraucherpreisindex gekoppelt und steigt automatisch mit der Inflation. Das schützt den realen Ertrag und ist ein wesentlicher Vorteil gewerblicher Flächen.
Wie hoch sollte der Gewerbeanteil sein?
Das hängt von Lage und Risikoneigung ab. Viele Investoren bevorzugen einen überwiegenden Wohnanteil mit ergänzendem Gewerbe, um Stabilität und Renditechancen zu verbinden.
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